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Trockene Augen – Welche Ursachen gibt es und was können Sie tun?

Trockene Augen, häufig auch Sicca-Syndrom genannt, gehören zu den verbreitetsten Augenerkrankungen. Meist werden sie verursacht, wenn die Augen mit zu wenig Tränenflüssigkeit benetzt werden. Ca. 20% der Bevölkerung sind davon betroffen, wobei die Symptome mit fortschreitendem Alter zunehmen. Folge sind dann gerötete, schmerzende oder besonders empfindliche Augen.

Unser Tränenfilm hat eine wichtige Aufgabe

Der Tränenfilm ist ein wichtiger Bestandteil unserer Augen. Dank ihm wird unsere Hornhaut geschützt und feucht gehalten, sodass ein Austrocknen verhindert wird. Das ist wichtig, damit die Hornhaut ihre Struktur und optische Eigenschaft beibehält. Außerdem schützt der Tränenfilm vor äußern Krankheitserregern und mindert so das Infektionsrisiko erheblich.

Produziert wird die Flüssigkeit, bestehend aus einer fettigen und wässrigen Schicht, in unseren Tränendrüsen und mit Hilfe unserer Augenlider gleichmäßig im Auge verteilt. Ab der 3. Lebenswoche produzieren wir täglich 1 Gramm der Flüssigkeit, die hilft unsere Augen zu schützen.

Veränderung des Tränenfilms 

Verändert sich der Tränenfilm, hat dies starke Auswirkungen auf unsere Augen und unser Wohlbefinden. Häufig hat dies zur Folge, dass wir unter sogenannten trockenen Augen leiden.

In den meisten Fällen werden trockene Augen durch eine mangelhafte Funktion der Meibom-Drüsen verursacht. Diese Drüsen sind verantwortlich für die Absonderung der Lipidschicht. Wird diese Fettschicht dünner, verschwindet sie nach wenigen Sekunden von der Oberfläche. Die wässrige Schicht darunter ist dann nicht mehr geschützt und verdunstet schnell.
Eine weitere Ursache kann darin liegen, dass zu wenig Tränenflüssigkeit produziert wird und das Auge austrocknet. In beiden Fällen ist unsere Hornhaut dann nicht mehr ausreichend geschützt, Krankheitserreger können eindringen und Entzündungen entstehen.

Symptome bei trockene Augen

Meisten äußern sich die Symptome in geröteten Augen und einem unangenehmen brennenden Gefühl. Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, ist dies dann besonders unangenehm und wird erschwert.

Grundsätzlich können wir in folgende „sichtbare“ und „gefühlte“ Symptome unterscheiden.

Sichtbare Symptome 

  • Gerötete Augen, durch erweiterte Blutgefäße in der Bindehaut
  • Verstärkt tränende Augen
  • Geschwollene Augenlider
  • Absonderlicher Tränenfluss und verklebte Augenlider

Gefühlte Symptome 

  • Sandkorngefühl, unangenehmes Druck- oder Fremdkörpergefühl
  • Brennendes und juckende Augen
  • Trockenheitsgefühl
  • Übermüdete und angestrengte Augen
  • Lichtempfindlichkeit und Sehstörungen

Das können Sie tun, um Ihren Augen zu helfen

Frische Luft tut unseren Augen gut. Wenn Sie den ganzen Tag im Büro vorm Bildschirm sitzen, denken Sie dran, regelmäßig zu lüften. Gönnen Sie Ihren Augen auch immer mal wieder eine Pause besonders, wenn Sie viel Zeit vorm Bildschirm verbringen. Hier kann es schon helfen, wenn Sie aus dem Fenster schauen und kräftig mit den Augen blinzeln. Vermeiden sollten Sie unbedingt direkte Zugluft, sei es im Sommer der Ventilator oder beim Autofahren die trockene Luft der Autoheizung. Beides schadet enorm.

Einen großen Einfluss auf unsere Augengesundheit hat auch unsere Ernährung. Daher sollten Sie darauf achten, täglich 2 Liter Wasser zu trinken und ausreichend Vitamine, ungesättigte Fettsäuren, Spurenelemente wie Zink und Selen und Pflanzenstoffe wie Lutein und Zeaxanthin zu sich zunehmen. Viele davon finden Sie in Fisch und grünem Gemüse.

Schnelle Hilfe bei trockenen Augen 

Die oben genannten Maßnahmen helfen die Symptome zu lindern und sollten auch vorbeugend eingehalten werden. Schnelle Hilfe bei trockenen Augen bieten Ihnen feuchtigkeitsspendende Augentropfen. Hierbei handelt es sich um Tränenersatzmittel, die eine beruhigende und lindernde Wirkung haben. Die feuchten Augentropfen ergänzen oder stabilisieren die Tränenflüssigkeit im Auge, sodass das

Trockenheitsgefühl im Auge schnell reduziert. Sollte sich der Zustand Ihrer Augen, trotz der regelmäßigen Nutzung von Augentropfen, verschlechtern, dann ist es ratsam einen Augenarzt aufzusuchen. Möglicherweise liegt eine andere Erkrankung vor, die eine schnelle Behandlung erfordert.

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