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Allergien

Was ist eine Allergie?

Nachdem der Körper für bestimmte Substanzen mit denen er vorher in Kontakt gekommen ist sensibilisiert wurde, reagiert er bei erneutem Kontakt mit einer Abwehrreaktion. Bei den Stoffen handelt es sich entweder um Eiweiße bzw. Proteine (z. B. Pollen) oder um kleinmolekulare Stoffe (z. B. Nickelsulfat in Schmuck). Sensibilisiert heißt: Der Körper hat sie als fremd und schädlich eingeordnet und bereitet sich durch bestimmte Änderungen in seinem Immunsystem auf den nächsten Kontakt vor. Über die verschiedenen Formen der Allergie am Auge informieren Sie sich über das Navigationsmenü oben!

Die verschiedenen Allergie-Arten

Die allergische Bindehautentzündung

In der klassischen Form handelt es sich um den Heuschupfen, der zu bestimmten Jahreszeiten auftritt. Hier ist die Bindehautentzündung in der Regel mit einer Nasenschleimhautentzündung verknüpft. Der Fremdstoff ist ein pflanzlicher, nämlich die Blütenpollen bestimmter Pflanzen. Bereits an der Jahreszeit des Auftretens kann man häufig erahnen, um welche Pflanze es sich handelt. Es gibt daher Kalender, die die Hauptblütezeit der Pflanzen aufzeigen. Die Pollenflugwarnungen der Wetterdienste melden die Stärke und die Sorte des Pollenflugs.

Ganzjährige Beschwerden

Die ganzjährige Form der allergischen Bindehautentzündung wird mehr durch Stoffe aus dem häuslichen Umfeld, wie Hausstaubmilben, Tierhaare, Bettfedern und Schimmelpilze hervorgerufen. Die Beschwerden sind meist weniger schlimm, aber mit einer gewissen Verschlechterung im Winter.

So erkennen Sie eine allergische Bindehautentzündung

Das wichtigste Zeichen der allergischen Bindehautentzündung ist der Juckreiz am Auge. Es gibt keine Allergie ohne Juckreiz, aber wohl Juckreiz ohne Allergie. Weiterhin findet sich Brennen, Reiben, Lichtempfindlichkeit und gesteigerter wasserklarer dünnflüssiger Tränenfluss. Undurchsichtiger oder eitriger Schleim spricht gegen eine Allergie und mehr für eine Infektion. Leichte Formen gehen mit einem Stau in den Venen um das Auge herum einher. Es wirkt wie ein Lidschatten (Augenringe). Bei mittelstarken Formen ist die Bindehaut ganz rot, bei stärkeren Formen wölbt sie sich wie ein glasiger Sack (sogenannte Bindehautchemosis) nach vorne (kann ganz plötzlich innerhalb von Minuten nach einem Picknick unter dem “falschen” Baum kommen), evtl. sind noch die Lider geschwollen. Eine Beteiligung der Hornhaut kommt in der Regel nicht vor. Die schnelle Reaktion des Körpers auf den äußerlichen Kontakt mit den Fremdstoffen liegt an dem flächigen Kontakt mit dem Blutkreislaufsystem im Bereich der Bindehaut. So werden die Abwehrstoffe bei bereits bestehender Sensibilisierung in kürzester Zeit herantransportiert.

Die vernalische Hornhaut- & Bindehautentzündung

Dies ist eine häufige wiederkehrende beidseitige Entzündung des äußeren Auges, die typischerweise Kinder und junge Erwachsene betrifft und während des Frühlings stärker wird. Hier tritt keine direkte Reaktion auf den Kontakt mit bestimmten Stoffen – wie typischerweise beim Heuschnupfen – auf. Es besteht ein starker Juckreiz, jedoch zusätzlich typische Veränderungen der oberen Lidinnenseite und der restlichen Bindehaut.

Im Gegensatz zur allergischen Bindehautentzündung gibt es hier häufig eine Hornhautbeteiligung, die sogar zu Vernarbungen führen kann. Es handelt sich um eine allergische Reaktion, die etwas anders entsteht als die Heuschnupfenbindehautentzündung. Die genauen Ursachen sind nicht bekannt. Meist muss hier mit Cortison behandelt werden.

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Die gigantopapilläre Bindehautentzündung

Dies ist eine Sonderform der allergischen Bindehautentzündung, die bei Kontaktlinsenträgern und Patienten mit Augenprothesen auftritt. Die auf den Oberflächen abgelagerten Eiweiße werden durch die Pflege- und Reinigungsmittel so verändert, dass es zu einer Überreaktion des Körpers auf die fremden Stoffe kommt.

Typische Beschwerden bei Kontaktlinsenträgern sind zunehmende Minderung der Sehschärfe, vermehrte Blendungsempfindlichkeit, chronisches Brennen, Fremdkörpergefühl und Jucken. Absolutes Absetzen der Kontaktlinsen und Behandlung mit Konservierungsstoff freien Augentropfen führen zur Abheilung. Ein erfahrener Kontaktlinsenfachmann sollte dann die Auswahl neuer Kontaktlinsen und Reinigungsmittel treffen. Manchmal muss auch dauerhaft auf Kontaktlinsen verzichtet werden.

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Die Kontaktallergie bzw. -dermatitis

Die Lidhaut ist im Vergleich zur übrigen Haut extrem dehnbar und dünn. Auch der Aufbau der einzelnen Schichten und die Ausstattung mit Drüsen ist anders. Hier können Reizungen und Reizstoffe – in wesentlich geringerer Ausprägung bzw. Konzentration als sonst – schon zur Hautentzündung (Dermatitis) bzw. sogar zu einer allergischen Reaktion der Haut (Ekzem) führen.

Die Ursachen

Meist werden die Reizstoffe mit den Fingern (ungenügendes Abwaschen von Seifenresten oder Anderes) oder durch Sprays (Haare, Parfum, etc.) unwissentlich übertragen. Auch Augentropfen und -Salben, die über die Lider laufen, sowie im Bereich der Augen aufgetragene Hautsalben können zur Sensibilisierung und damit bei erneutem Kontakt zur allergischen Reaktion führen. Begleitend zum allgemeinen Reiz- und Schwellungszustand der Region, kommt es häufig auch zur allergischen Bindehautentzündung. Eine Hornhautbeteiligung ist nicht üblich.

So erkennen Sie Dermatitis

Typische Zeichen der kurzfristig auftretenden Dermatitis sind Rötung, Schwellung, Bläschen- und Krustenbildung – meist begrenzt auf den Bereich der dünnen Lidhaut. Die Gesichtshaut ist nämlich dicker und daher nicht ganz so empfindlich. Es tritt Brennen und Juckreiz auf. Längere Hautentzündungen führen zu einem Ekzem mit verdickter faltiger und geröteter Haut, die zum Jucken neigt. Entscheidend bei dieser Form der Allergie ist, dass der auslösenden Stoff gefunden und Kontaktes mit diesem Stoff absolut vermieden wird.

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